{"id":1313,"date":"2015-03-30T09:46:47","date_gmt":"2015-03-30T07:46:47","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.enterability.de\/?p=1313"},"modified":"2015-03-30T09:51:53","modified_gmt":"2015-03-30T07:51:53","slug":"auftragsflaute-eine-rasche-anpassung-der-krankenkassenbeitraege-ist-hilfreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.enterability.de\/?p=1313","title":{"rendered":"Auftragsflaute? &#8211; So pr\u00fcfen Sie, ob Ihre Krankenkassenbeitr\u00e4ge angepasst werden k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<p>Tritt unerwartet eine Auftragsflaute ein, sind die Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge f\u00fcr viele Solo-Selbst\u00e4ndige und Kleinunternehmer\/innen eine gro\u00dfe Belastung. Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es in diesem Fall eine M\u00f6glichkeit, die rasche Anpassung der Krankenkassenbeitr\u00e4ge zu erwirken.<\/p>\n<p>Die Beitr\u00e4ge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung von Selbst\u00e4ndigen und anderen freiwillig Versicherten werden auf Basis des letzten Einkommensteuerbescheids anhand der steuerpflichtigen Einnahmen errechnet. Bei Solo-Selbst\u00e4ndigen, Kleinunternehmer\/innen und anderen freiwillig Versicherten mit schwankenden Einkommensverh\u00e4ltnissen kann eine Auftragsflaute somit schnell zu finanziellen Engp\u00e4ssen f\u00fchren, wenn die laufenden Einnahmen deutlich unter dem Vorjahreseinkommen liegen. Da nicht einmal nachtr\u00e4glich mit einer Beitragserstattung zu rechnen ist, k\u00f6nnen sich die Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge geradezu ruin\u00f6s auswirken.<\/p>\n<p>Die gute Nachricht: Die GKV-\u201eGrunds\u00e4tze zur Beitragsbemessung\u201c enthalten eine Klausel, die f\u00fcr Selbst\u00e4ndige eine Neuberechnung der Beitr\u00e4ge unter bestimmten Bedingungen erm\u00f6glicht. Voraussetzung f\u00fcr die Neuberechnung ist: Das aktuelle Arbeitseinkommen ist um mehr als ein Viertel gegen\u00fcber dem im letzten Einkommensteuerbescheid festgestellten Arbeitseinkommen gesunken. In diesem Falle stellt die alte Beitragsermessung eine unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige Belastung dar und kann neu berechnet werden.<\/p>\n<p>Was ist also zu tun? Ist abzusehen, dass der voraussichtliche Jahresgewinn rund 25% weniger als im Vorjahr betragen wird, kann die\/der Selbst\u00e4ndige beim Finanzamt eine Anpassung der Einkommensteuer-Vorauszahlung beantragen. Meist gen\u00fcgt ein formloser Antrag und ein Anruf bzw. Gespr\u00e4ch mit dem Finanzamt. Die GKV ist verpflichtet, einen solchen Vorauszahlungsbescheid zu akzeptieren und pr\u00fcft auf dessen Basis die Beitragsh\u00f6he. Sind die Voraussetzungen erf\u00fcllt, werden die Beitr\u00e4ge nach unten angepasst.<\/p>\n<p>Allerdings ist ein Wehrmutstropfen enthalten: Eine Beitragsentlastung wird stets unter dem Vorbehalt der Nachpr\u00fcfung gew\u00e4hrt. Das hei\u00dft, die Versicherten m\u00fcssen im Nachhinein ihren tats\u00e4chlichen Einkommensbescheid vorlegen. Sollten sich daraus rechnerisch h\u00f6here Beitr\u00e4ge ergeben, wird eine Nachzahlung f\u00e4llig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tritt unerwartet eine Auftragsflaute ein, sind die Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge f\u00fcr viele Solo-Selbst\u00e4ndige und Kleinunternehmer\/innen eine gro\u00dfe Belastung. 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