{"id":404,"date":"2012-06-12T13:19:42","date_gmt":"2012-06-12T11:19:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.iq-consult.com\/enterability\/blog\/?p=404"},"modified":"2012-06-12T14:45:22","modified_gmt":"2012-06-12T12:45:22","slug":"enterability-afrika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.enterability.de\/?p=404","title":{"rendered":"&#8222;enterability Afrika&#8220;"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_405\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.iq-consult.com\/enterability\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/Tailor.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-405\" class=\"size-medium wp-image-405  \" title=\"Tailor\" src=\"http:\/\/www.iq-consult.com\/enterability\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/Tailor-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.enterability.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/Tailor-225x300.jpg 225w, https:\/\/blog.enterability.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/Tailor.jpg 480w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-405\" class=\"wp-caption-text\">Trotz k\u00fcrzlich erfolgter Existenzgr\u00fcndung findet dieser Schneider noch Zeit, um in Geb\u00e4rdensprache zu unterrichten<\/p><\/div>\n<p>Auch wenn sich enterability in den letzten Jahren von Berlin bis nach Sachsen-Anhalt ausgebreitet hat, steht es nicht auf unserer Agenda, dass wir auch in Afrika beratend t\u00e4tig werden. Und wom\u00f6glich ist das auch gar nicht n\u00f6tig. \u00a0Im M\u00e4rz dieses Jahres war ich auf einer Reise in den Sudan, um mir in der Region Darfur, Projekte von <a href=\"http:\/\/partneraid.org\">PartnerAid<\/a> anzuschauen. Neben meiner T\u00e4tigkeit als Gr\u00fcndungsberater f\u00fcr enterability in Halle, bin ich auch f\u00fcr diese Organisation t\u00e4tig. Als eine Mitarbeiterin vor Ort, die selbst schwerbehindert ist, h\u00f6rte, dass ich in Deutschland mit Menschen mit Behinderung arbeite, war sie so begeistert, dass sie mich zur \u201edisabled society\u201c einlud, die sich einmal pro Woche trifft.<!--more--> Diese Einladung konnte und wollte ich nat\u00fcrlich nicht ausschlagen. Es folgte eine faszinierende Begegnung mit Menschen, die sich nicht von ihrer Behinderung einsch\u00fcchtern lie\u00dfen und anfingen ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Interessanterweise war es recht schwer zu erkl\u00e4ren, was meine Arbeit in Deutschland denn genau sei, denn im Sudan ist es relativ klar, dass es f\u00fcr Menschen mit Schwerbehinderung kaum eine Alternative zur Existenzgr\u00fcndung gibt. So lernte ich einen Milchverk\u00e4ufer kennen, der \u00fcber eine F\u00f6rderung einen K\u00fchlschrank finanzieren konnte. Und einen h\u00f6rbehinderten Schneider, der nun am Markt seine Dienstleistungen anbietet. Nebenbei ist er noch Ausbilder f\u00fcr Geb\u00e4rdensprache. Ber\u00fchrend war f\u00fcr mich, die Geschichte einer 53-j\u00e4hrigen Frau, die vor zwei Jahren erblindet ist, und nun anf\u00e4ngt zu Hause Parf\u00fcm zu verkaufen.<\/p>\n<p>Ganz besonders war f\u00fcr mich, dass diese Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen einmal die Woche zusammen kommen, um sich auszutauschen ,zu\u00a0 feiern und ermutigen und sich gegenseitig F\u00e4higkeiten beizubringen. In Berlin sagt man wohl \u201eNetzwerktreffen\u201c dazu.\u00a0 In Berlin wird bei diesen Treffen nicht gesungen und getanzt, in Darfur dieses Mal auch nicht. Drei Mitglieder der \u201edisabled society\u201c sind k\u00fcrzlich verstorben und deshalb w\u00e4hrend eines Zeitraums von 40 Tagen nicht gesungen \u2013 schade, das h\u00e4tte ich doch sehr gerne miterlebt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch wenn sich enterability in den letzten Jahren von Berlin bis nach Sachsen-Anhalt ausgebreitet hat, steht es nicht auf unserer Agenda, dass wir auch in Afrika beratend t\u00e4tig werden. 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