{"id":445,"date":"2012-06-27T12:01:01","date_gmt":"2012-06-27T10:01:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.iq-consult.com\/enterability\/blog\/?p=445"},"modified":"2012-08-27T14:29:02","modified_gmt":"2012-08-27T12:29:02","slug":"kathlen-hepke-mein-weg-in-die-selbststandigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.enterability.de\/?p=445","title":{"rendered":"Kathlen Hepke: Mein Weg in die Selbstst\u00e4ndigkeit"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/blog.enterability.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/hepke-0011.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-452\" title=\"Kathlen Hepke - Studio der Klangmassagen\" src=\"http:\/\/blog.enterability.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/hepke-0011-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/blog.enterability.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/hepke-0011-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.enterability.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/hepke-0011-1024x682.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Kathlen Hepke ist mein Name, im M\u00e4rz 1964 in der Lutherstadt Wittenberg geboren, aufgewachsen und wohnhaft. Dazu gl\u00fccklich verheiratet und liebende Mutter einer inzwischen \u2013leider- erwachsenen Tochter. Von Beruf bin ich Ergotherapeutin mit sonderp\u00e4dagogischer Zusatzqualifikation.<\/p>\n<p>Nach der Geburt meiner Tochter 1989 erkrankte ich an Colitis Ulcerosa, einer chronisch entz\u00fcndlichen Darmkrankheit. Seit der Zeit beeintr\u00e4chtigen sporadisch auftretende, mitunter schwere Sch\u00fcbe, mein Leben\u2026<!--more--><\/p>\n<p>Langj\u00e4hrig arbeitete ich als Gruppenleiterin in einer Werkstatt f\u00fcr Menschen mit Behinderung und weitere 10 Jahre als sozialp\u00e4dagogische Familienhelferin. Ich bildete mich auf den Gebieten P\u00e4dagogik und systemische Beratung weiter. Voller Begeisterung absolvierte ich ein Seminar zur Entspannungstherapeutin und lie\u00df mich 2 Jahre lang berufsbegleitend zur Klangmassagepraktikerin ausbilden (Klangmassage nach Peter Hess).<\/p>\n<p>In meiner T\u00e4tigkeit als engagierte Familienhelferin ging ich voll auf. Meine Berufung!, dachte ich lange und war davon mehr als \u00fcberzeugt. Pause? Erholung? Ruhephase? Nein, das alles brauchte ICH doch nicht, ich liebte meine Arbeit!! Erste K\u00f6rpersignale ignorierte ich und weitere auch. Letztendlich war das fatal (hinterher ist Mann\/Frau immer schlauer), ich habe echten Raubbau an mir begangen. Mit heftigen Sch\u00fcben \u201er\u00e4chte\u201c sich mein Darm.<\/p>\n<p>Krankenhausaufenthalte waren die Folge und eine 6 w\u00f6chige Reha in einer aus meiner Sicht ausgezeichneten Klinik f\u00fcr Psychosomatik in Bad Hersfeld. Eine f\u00fcr mich wichtige, hilfreiche sowie wertvolle Zeit begann. Ein Sich-mit mir- Befassen und Auseinandersetzen. Eine Zeit des Lernens und der Selbsterkenntnis, aber auch eine Zeit der Freude und Erholung, Ruhe und Entspannung.<\/p>\n<p>Mit auf meinem neuen Weg (bewusst war mir, dass ich nicht wie bisher weiterleben konnte und wollte), Ver\u00e4nderung hie\u00df das Zauberwort! , bekam ich u.a. die Anregung zum Nachdenken \u00fcber meine berufliche Situation. Wie?? Was gab es da nachzudenken!? Nat\u00fcrlich bleibe ich Familienhelferin, das bin ich, das kann ich! Was bitte sollte ich auch tun, in meinem Alter, mit meiner Krankengeschichte? Da wartet kein Arbeitgeber auf mich.<\/p>\n<p>Das Hamburger Modell erm\u00f6glichte mir einen stufenweisen Wiedereinstieg. Eine 40 Stunden- Woche allerdings wollte ich mir nicht mehr zumuten. Was mich beunruhigte war die Tatsache, dass ich mit den \u201enur\u201c 30Stunden an die Grenzen meiner Belastbarkeit kam. Das verstand ich nicht, irgendetwas war pl\u00f6tzlich anders, hatte sich ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Zu der Zeit meldete ich mein &#8222;Studio der Klangmassage\u201c beim Finanzamt an. Bei dem Geben von Klangmassagen blieb es nicht, ich wollte mehr daraus machen, erlernte erste Massagen und erlebte mich dabei selbst v\u00f6llig entspannt und im Gleichgewicht. Ich erweiterte mein Angebot und bekam wohltuende und motivierende R\u00fcckmeldungen. Es war nicht mehr meine Hauptberuflichkeit, die f\u00fcr mich im Focus stand. Dar\u00fcber machte ich mir Gedanken, ja fast Sorgen.<\/p>\n<p>Ich erkrankte wieder und musste mich station\u00e4r behandeln lassen. In dem Dessauer Krankenhaus kannte man mich schon, ich wurde neben der Schulmedizin auch bestens von einer Psychologin und einer Sozialarbeiterin betreut und beraten. Nach meiner Entlassung fuhr ich zur medizinischen Anschlussheilbehandlung nach Bad Berka und erneut hatte ich Gl\u00fcck mit der Einrichtung und einer Psychologin. Harte Arbeit war es diesmal, mit dem Ergebnis, eine Entscheidung getroffen zu haben: Ich beende meine T\u00e4tigkeit als Familienhelferin!<\/p>\n<p>Mit engagierter Unterst\u00fctzung des Wittenberger Integrationsfachdienstes wurden Alternativen mit mir besprochen und tats\u00e4chlich ein Weg f\u00fcr mich gefunden.<\/p>\n<p>(Nein, die Selbst\u00e4ndigkeit war noch kein Thema f\u00fcr mich, viel zu gro\u00df war meine Angst!)<\/p>\n<p>Ein neuer Arbeitgeber, ein neues Team und neue Aufgaben, jedoch geringe Herausforderungen. Gl\u00fccklich und zufrieden wurde ich nicht, ich kam dort nicht an, was viel mit mir zu tun hatte. Ich sah mich woanders, in meinem Klangmassage- und Massagewohlf\u00fchlraum Zuhause. Mit dieser T\u00e4tigkeit ging es mir wirklich gut, verbunden mit positiven Gef\u00fchlen. Erstmalig stellte ich mir die Frage, ob ich die Selbst\u00e4ndigkeit wagen sollte. Noch hinderten mich endlose qu\u00e4lende Fragen und Zweifel; werde ich davon leben k\u00f6nnen? Welche Kosten kommen auf mich zu? Ich muss mich selbst versichern, f\u00fcr meine Rente sorgen. Die Entrichtung der Steuer und Versicherungen und, Hilfe!!! Was, wenn ich wieder krank werde?<\/p>\n<p>\u201eTu es trotzdem!\u201c, sagte mein Bauchgef\u00fchl. Im Leben gibt es stets und st\u00e4ndig Risiken und wenig Sicherheiten. Es folgten ein Gespr\u00e4ch mit meinem Arbeitgeber, die Beendigung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses sowie der Gang zur Agentur f\u00fcr Arbeit. Noch immer war ich hin- und hergerissen und legte alles in die Waagschale. Von einem versicherungspflichtigen Job mit geringer Stundenzahl tr\u00e4umte ich und \u00fcbe weiter meine Freiberuflichkeit aus. Das w\u00e4re optimal!<\/p>\n<p>Die Zeit verging beunruhigend schnell f\u00fcr mich und das Passende ergab sich dennoch nicht.<\/p>\n<p>Ende des Jahres 2011 erschien ich wieder einmal und mit h\u00e4ngendem Gesicht zum Gespr\u00e4ch bei meiner Reha- Arbeitsvermittlerin Frau Grabo im Amt. Sie erw\u00e4hnte das Projekt <em>enterability<\/em> und ermunterte mich, Kontakt aufzunehmen\u2026.Erster Telefonkontakt mit Herrn Bittner aus Halle, ein sehr angenehmes und inhaltlich aussagekr\u00e4ftiges Gespr\u00e4ch mit Terminfindung gleich zu Beginn des Jahres 2012 zum gegenseitigen pers\u00f6nlichen Kennenlernen.<\/p>\n<p>Den Kopf voller Gedanken und einem Durcheinander fuhr ich am 4.Januar nach Halle. Meine Aufregung vor Ort legte sich schnell, denn in Herrn Bittner fand ich einen empathischen, aufmerksamen sowie geduldigen Zuh\u00f6rer. Meine Situation betrachtete er sachlich und realistisch. Er setzte an den Stellen an, die bisher gut liefen und sprach mir Mut zu. Vieles wurde klarer und durchsichtiger f\u00fcr mich. Der Faktor Zeit war der vorerst einzige Wehrmutstropfen, aufgrund der aktuell neuen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten f\u00fcr Neugr\u00fcndungen. Nun verfalle ich schnell in Panik, daher tat mir die Ruhe, Ausgeglichenheit und Zuversicht Herrn Bittners sehr gut.<\/p>\n<p>Mein Weg in die Selbst\u00e4ndigkeit nahm seinen positiven Lauf. Von gro\u00dfem Nutzen f\u00fcr mich waren auch die von <em>enterability<\/em> organisierten, kostenfreien Existenzgr\u00fcnderseminare . Die Dozenten erlebte ich fachlich bestens vorbereitet; stellvertretend m\u00f6chte ich Frau D\u00f6rte Werner sowie Herrn Riedel nennen.<\/p>\n<p>Der Businessplan! Ich glaubte daran zu verzweifeln und den Anforderungen an ihn nicht gewachsen zu sein. Ohne die umfangreiche, gro\u00dfartige Unterst\u00fctzung meines Beraters w\u00e4re ich daran definitiv gescheitert! Unbeschreiblich meine Freude, als ich den Zusagebescheid f\u00fcr den Gr\u00fcndungszuschuss vom Amt in den H\u00e4nden hielt.<\/p>\n<p>Hauptberuflich selbst\u00e4ndig seit dem 14.Februar 2012, und nicht nur das, denn ich bin angekommen, zufrieden und gl\u00fccklich. Nat\u00fcrlich breche ich nicht st\u00e4ndig in Begeisterungsst\u00fcrmen aus, ich muss mich in Geduld \u00fcben und darf nicht erwarten, dass sich Kunden die Klinke in die Hand geben. Alles braucht seine Zeit und Zeit zum Wachsen! Mir ist vor allem wichtig, meine Gesundheit zu pflegen, und ich bin froh, dass es mir schon jetzt gelingt, NICHT zur\u00fcckzublicken.<\/p>\n<p>Dankbarkeit erf\u00fcllt mich, Danke, dass es <em>enterability<\/em> gibt und beruhigend zu wissen, dass ich mich nicht scheuen muss, mir bei Bedarf einen Rat einzuholen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kathlen Hepke ist mein Name, im M\u00e4rz 1964 in der Lutherstadt Wittenberg geboren, aufgewachsen und wohnhaft. Dazu gl\u00fccklich verheiratet und liebende Mutter einer inzwischen \u2013leider- erwachsenen Tochter. Von Beruf bin ich Ergotherapeutin mit sonderp\u00e4dagogischer Zusatzqualifikation. 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